(M)ein Kommentar zu Corona.

Eigentlich kann ich es nicht mehr hören und wie wahrscheinlich alle von uns, hätte ich gerne mein Leben zurück. Sofort.

Oder doch nicht?

Eine gewisse Faszination hat das Ganze ja schon. Niemals hätte man sich so eine weltweite Krise von fast 0 auf 100 vorstellen können. Klimakrise gibt es auch, aber die bewegt sich so langsam, dass wir am Schluss hoffen, doch noch die Bremse reinhauen zu können, obwohl uns das eher nicht gelingen wird. Aber es trifft uns eben nicht gleich schon morgen. Ich wünsche jedem, nicht elementar von Corona betroffen zu sein. Weder gesundheitlich noch wirtschaftlich. Manche Folgen sind unvorstellbar. Andererseits glaube ich auch an die Macht der Veränderung. Wir können uns ändern. Und zumindest in Deutschland wird hoffentlich niemand hungern müssen. Ich habe die Tendenz eher auch die positiven Dinge zu blicken und von ganz vielen Familien habe ich gehört: Also wir genießen das sogar. Es ist eine besondere Zeit. Wann werden wir je wieder soviel Zeit als Familie miteinander verbringen können? So unabgelenkt? Da wir niemand sonst treffen, reden wir mehr miteinander. Haben Spaß. Deutschlands Gärten sind so gepflegt wie nie, der Frühjahrsputz so gründlich wie selten und das Haus ist aufgeräumt und ausgemistet. Ich sehe viel von der Sonnenseite, aber ich weiß, dass es auch dunkle Schattenseiten gibt. Familien mit Problemen. Kleine Kinder wochenlang in einer kleinen Wohnung zu beschäftigen. Alte Menschen, die kein Besuch erhalten. Arbeitslosigkeit. Ausweglosigkeit. Geburten ohne Partner (unvorstellbar), Sterben ohne Angehörige (unvorstellbar), Alleinsein im Krankenhaus (unvorstellbar). Zumindest in den Momenten, in denen wir zutiefst Menschen um uns brauchen, weil wir bedürftig sind, sollten wir nicht alleine gelassen werden. Virus hin oder her. Denke ich.

Ich hatte vor ein paar Tagen die Kinder gefragt, was sie in den Wochen zu Hause gelernt haben (natürlich außer Schule). Jedes meiner Kinder konnte etwas nennen: Mangas zeichnen, Blog schreiben, Automarken studieren. Und heute hat die Mittlere Alltagsmasken genäht. Die näht eigentlich nicht. Wird aber auch Zeit, am Montag brauchen wir sie dann doch ;-).

Was ich in den Wochen gemacht habe:

Garten, Riesentrampolin aufgebaut mit den Mädels – inklusive buddeln (Sonnenbrand dabei holen), Keller aufgeräumt, Kreativzimmer eingeräumt, Playmobil sortiert und verkauft, Decke im Studio gestrichen, Böden mit Hartwachsöl eingelassen, viel Zeit in die neue Webseite investiert, Business- und Fotografie-Workshops angehört/angesehen, versucht jeden Tag mit einem Menschen zu telefonieren.

Aber jetzt interessiert mich, was ihr so in den vergangenen Wochen gemacht habt? Welche Erfahrungen waren besonders? Mit was habt ihr eure Zeit (falls ihr Zeit hattet) gefüllt? Was hat sich geändert? Habt ihr etwas gelernt oder neue Routinen entwickelt?

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